Don Cataldo wurde gestern mit einem Pontifikalamt in St.Engelbert verabschiedet.
Gevelsberg. Der Platz in der St.-Engelbert-Kirche reichte gestern Nachmittag nicht aus, um alle Menschen aufzunehmen, die Don Cataldo Dank sagen und ihm die besten Wünsche für seine neue Aufgabe mit auf den Weg geben wollten. In einem feierlichen Pontifikalamt wurde er nach 33 Jahren als Leiter der Missione Cattolica Italiana verabschiedet. Im Anschluss gestalteten Aktive aus der Mission und langjährige Begleiter für den scheidenden Pater im Zentrum für Kirche und Kultur ein buntes Programm mit vielen Überraschungen.„Die Welt lebt nicht von großen Theorien, Ideen oder Ideologien, die Welt lebt von Vorbildern – solchen wie Don Cataldo“, sagte Weihbischof Franz Grave in seiner Predigt. Der emeritierte Geistliche, der über viele Jahre den Weg Don Cataldos begleitet hatte, zelebrierte gestern den Gottesdienst. Grave stellte den Dank in den Mittelpunkt seiner Worte und würdigte die „vorbildliche Überzeugungskraft“ Don Cataldos. Mit seiner positiven Grundeinstellung habe er die Menschen für sich und seine Botschaften aufzuschließen vermocht.
„Was wir ihm aus einem von zutiefst von Dank erfüllten Herzen wünschen: Dass er seine Wege weitergehen kann unter dem Schutz Gottes“, sagte Grave. Kräftigen Applaus spendeten die Gäste, darunter Vertreter aus Kirche, Politik, Vereinen und natürlich viele Mitglieder der Missione.
„Gevelsberg ohne Don Cataldo – geht das?“
Der Leiter des Seelsorgeamtes im Bischöflichen Generalvikariat Essen, Dr. Michael Dörnemann, hob hervor , dass Don Cataldo schon „vor zig Jahren die Integrationsarbeit geleistet habe, die heute gefordert“ werde. Und Don Pasquale Martino, Don Cataldos Provinzial beim Salesianer-Orden, lobte besonders dessen Kinder- und Jugendarbeit.
Nach dem Gottesdienst zogen Cataldo und seine Gäste weiter ins Zentrum für Kirche und Kultur. Mit einem Programm, dass die ganze Bandbreite seines Wirkens widerspiegelte, wurde die Abschiedsfeier zu einem fröhlichen Fest – passend zum heiteren Wesen des Priesters. Die Don-Bosco-Folkloregruppe der Mission, eine Kinder-Folkloregruppe und eine Jazztanz-Formation und der Dorma-Werkschor traten bei der von Schwester Milva moderierten Feier auf. Als Überraschungsgast sorgte „Ne Bergische Jung“ für Stimmung. Der aus dem kölschen Fernsehkarneval bekannte Diakon Willibert Pauels scheute sich nicht, seine Katholische Kirche und ihre Würdenträger durch den Kakao zu ziehen.
Sehr herzliche Worte richtete Bürgermeister Claus Jacobi an den Priester. „Gevelsberg ohne Cataldo – geht das überhaupt?“. Diese Frage stellten sich vor allem die Menschen, denen Don Cataldo ein guter Hirte, Freund, Mahner und Ratgeber gewesen sei. Traurig und verzagt dürfe man aber nicht sein. Das passe nicht zu ihm. „Wir feiern Dich in fröhlicher Ausgelassenheit als einen wunderbaren Menschen in unserer Mitte, der den Zweitwohnsitz seines Herzens in Gevelsberg behält“, sagte Jacobi an Don Cataldo gerichtet. Er versprach dem Priester, dass die Türen in der Region für ihn immer offen stünden.
Auch Luigi Casisi, Bürgermeister von Gevelsbergs sizilianischer Partnerstadt Butera, dankte Don Cataldo, „dem zukünftigen Ehrenbürger Buteras“, für dessen Wirken im Sinne der Partnerschaft. Auch Landrat Dr. Arnim Brux dankte dem 66-Jährigen.
Dem Gefeierten gebührte das Schlusswort des offiziellen Programms: „Ich werde euch nicht vergessen, ich könnte es nicht. Danke, danke an alle.“ Der stehende Applaus der vielen Gäste machte deutlich: Gevelsberg wird auch Don Cataldo nicht vergessen.